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Sonja


bei Sonja zeigt sich wieder einmal, daß Tierquälerei, Gedankenlosigkeit und Mißachtung der Bedürfnisse eines Tieres nicht immer spektakulär ist, sondern sich viel häufiger in Wohnungen leise vollzieht.

Die achtjährige Sonja sollte eingeschläfert werden mit dem Argument, sie wäre nun schon dreimal hintereinander krank gewesen. Und außerdem schaffe man die Arbeit mit ihr nicht mehr. Allerdings übersah man dabei, daß sie vor drei Jahren einmalig auf Blasenentzündung behandelt wurde und man Urin einreichen sollte. Sie bekam damals ein Antibiotikum, daß die Symtome wohl abminderte, aber gegen die vorhandenen Harnkristalle, also die Ursache nichts ausrichten konnte. Sie quälte sich also drei Jahre, zeigte dies eindeutig an durch vermehrte Versuche, Urin zu lassen, Bauch kahl lecken und Aggressivität. Dieses Jahr war sie zweimal beim Tierarzt, weil sie das Fressen einstellte.

In ihrer ersten Woche bei uns durchlief sie zwei Pflegestellen, wo sie aggressiv gegen Katzen und Menschen war. So wurde sie in unserer Eingangsquarantäne untergebracht, zwar wenig Platz, aber alleine und besseres Handling möglich. Urinuntersuchung und Ultraschall ergaben, daß sie Struvit- und Oxalatkristalle hat und die Blasenwände massiv verdickt sind, chronische Blasenentzündung.

Spezialfutter, Medikamente und Schmerzmittel ergaben eine zwar selbstbewußte aber äußerst verschmuste Katze, der mit Leckerlis auch ihre Aggressivität auf Hände abtrainiert werden konnte.

Jetzt sucht sie dringend eine Einzelstelle in Wohnungshaltung bei Menschen, die Hilfeschreie von Tieren nicht überhören.

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