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Nettie feiert Weihnachten im neuen Zuhause


Nettie hat wie viele Katzen ihr Entwicklungspotenzial gezeigt. Auf der Pflegestelle wurde ihr langsam die Angst vor Händen genommen. Und siehe da, eine freundliche Katze, die es genießt gestreichelt zu werden.

Nun konnte Nettie endlich in ihr neues Zuhause umziehen. Wichtig für Nettie, sie hat eine hier eine Katzenfreundin. Nettie ist eine tolle Zweitkatze

ist ca. im Mai 2017 geboren

Sie ist eine liebe Katze, die Menschen kennt, aber sich leider noch nicht anfassen lässt.

Nettie steht stellvertretend für alle Katzen, die auch bei uns noch verelenden. Sie strich wochenlang bei einem Gastronomiebetrieb und einer Freizeitanlage herum. Nettie hat dort um Futter gebettelt. Natürlich haben alle den kleinen Hungerhaken gesehen. Sie bekam auch mal eine Pommes ab! Das war es aber auch. Im Gegenteil, der Gastronomiebetrieb verscheuchte die Katze, regte sich auf über die Belästigung. Eine Dame konnte das Elend aber nicht mehr ertragen und rief uns an. Da die Stelle schlecht für eine Einfangaktion war und die Unterstützung bis auf die Mitarbeiter der Freizeitanlage nicht vorhanden, dauerte die Aktion etwas. Wir mussten einfach sicher gehen, dass Nettie keine Babys hatte. Augenscheinlich hatte sie keine, der Tierarzt hat dies auch bestätigt. Das lag bestimmt nicht an der Enthaltsamkeit von Nettie. Wir gehen eher davon aus, dass dem Wurf etwas zugestoßen ist. Glücklicherweise haben wir Nettie eingefangen und sie kastriert.

Jetzt sucht die nette Nettie ein neues Zuhause. Leider ist sie zur Zeit sehr nervös, wenn man ihr mit der Hand zu nahe kommt. Die Pflegestelle übt jetzt jeden Tag mit ihr, um ihr die Angst vor Händen zu nehmen. Wahrscheinlich wurde sie mal brutal gepackt oder ähnliches.

Viele haben ihren Urlaub im Süden verbracht und dort die Katzen beobachtet. Es sind viele, oft kranke Katzen. Das kann hier auch passieren, wenn es nicht Leute gibt, die sich kümmern und Menschen, die bereit sind, in ihrer Freizeit sich um diese Katzen zu kümmern. Trotz Kastrationsverordnungen und vielen Einfangaktion gibt es immer noch zu viele freilebende Katzen. Die Meinung hier gibt es kein Katzenelend, ist leider falsch. Durch langjährige Tierschutzarbeit und auch politische Arbeit haben wir viel geschafft, aber aufhören können wir noch lange nicht. Wir sind auf dem Weg, aber nicht am Ziel.

Und eine kleine Randbemerkung zu den sozialen Medien: Aufgrund der Besonderheit des Ortes, haben wir die erfolgreiche Einfangaktion gepostet. Dabei ging es nicht darum, uns ins Rampenlicht zu stellen. Wir machen das freiwillig. Die Reaktion hat mich verblüfft. Nein, es kam kein: „Gott sei Dank, die Katze ist gerettet. Gott sei Dank, die Katze kann sich nicht mehr vermehren“. Im Gegenteil, es kam tatsächlich nur zu einer Diskussion über das Fundrecht. Also wie lange ein Tier aufzubewahren ist, ob auch uns Fundmeldungen an die zuständigen Behörden gemacht werden. Wir glauben nicht, dass ein verantwortungsvoller Besitzer seine Katze unkastriert ungekennzeichnet freirumlaufen lässt. Um alle zuberuhigen, es lag weder bei Tasso noch beim Tierheim eine Suchmeldung vor. Nettie kann leider nicht erzählen, was ihr passiert ist, aber ich glaube nichts Gutes.